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1. Mai – Tag der „keinen“ Arbeit

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Am ersten Mai ist es wieder soweit. In der Schweiz ist wieder „Tag der Arbeit“.
Recherchen von NopeScope ergaben nun, dass an diesem Tag oft gar nicht gearbeitet wird.

Wir gehen diesem nach und enthüllen, weshalb die Lifestyle-Teilzeitler an solche einem wichtigen Tag die arbeiten niederlegen.

Woher kommt dieser Feiertag

Um diesen Feiertag zu verstehen müssen wir hier erstmal die Grundlagen kennen. Der erster Mai hat seinen Ursprung im Jahr 1856 in Australien. Wärend die Schweiz verschiedene poltische mit General Henri Dufour bestraht, war Australien in einer blütenzeit. 1856 fandet dort die Olympische Sommerspiele statt. Diese haben für diese Recherche keine relevanz aber ich wollte es erwähnen.
Die Australier waren bereits früeher treue Arbeiter. Der Wechsel der Arbeitstelle war nicht innerhalb 3 Monaten kündigungsfrist möglich sonder nur einmal in im Jahr. Der erste Mai wurde auch als „moving Day“ beschrieben, weil dort die Bürger ihre Stelle wechselten und somit oft auch ihren Wohnort.
Der „Moving Day“ wurde 1886 zur inspiration der nordamerikanische Arbeiterbewegung um einen Achtstundentag einzuführen. Die versuchten auch die Australier an ihrem ersten Mai vor dem dieser Trend nach Amerika kam.

Tausande Arbeiter versammelten sich an diesem Samstag 1. Mai 1886, zu dieser Zeit war dieser Samstag noch ein offizieller Arbeitstag.
Zwei Tage nach dem demonstrationen hielt der damalige Chefredakteur der „Arbeiter-Zeitung“ ein rede, auf welcher später einen mehrtägigen Streiks in Chicago folgte. Bereits an diesem drittem Mai kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei. Zwei der Demonstranten starben dabei. Was folgte war eine weitere „friedliche“ Protestkundgebung am nächsten Tag, welche wiederum von der Polizei gestürmt wurde. Ein unbekannter war eine Bombe in die Menge. Ein Polizist wurde dabei sofort getötet und 6 weitere starben in den folgenden Tagen an den folgen des Bombenanschlags. Dies war wahrscheinlich der erste Terroranschlag bevor die Al-Qaida diesen erfunden hatte.
Auch wurden zahlreiche Arbeiter verletzt. In der USA ging dieses Ereignis sowie das  anschliessenden Gefecht unter dem Namen „Haymarket Affair“ in die Geschichte ein. Es wurden mehr als 200 Arbeiter dabei verletzt; die Zahl der Toten wird mit sieben Polizisten und schätzungsweise der dreifachen Anzahl auf Seiten der versammelten Arbeiter angegeben. (Quelle Wikipedia).

8 Anarchisten, welche die Kundgebung organisiert hatten, wurden festgenommen und der „Verschwörung“ angeklagt. Vier von Ihnen wurden am 11. November 1887 gehängt. Einer nahm sich später in der Zelle das Leben. Die letzten drei wurden sechs Jahre später begnadigt.

Am 1. mai 1890 wird der „Protest- und Gedenktag“ erstmal mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in der gesamten Welt begannen. Der Tag hat somit seinen Ursprug in einer Arbeiterbewung und den Gedenken an die Opfer der Bewegung.

Auch in Wien fand 1890 der erste Kundgebung der Arbeiter statt. Sie war mit rund 100`000 teilnehmer die bis 1980 grösste Kundgebung in Wien

Tag der „national“ Arbeit

In Deutschland wurde am 15 April 1919 der erste Mai als gesetzlicher Feiertag bestummen.
Wärend den nationalsolzialistischen Jahren hatte auch der Tag eine neue bedeutung.

Für einen dummen Satire Beitrag wurde dieser hier doch ernster als Gedacht. Wir geben aber weiterhin unser bestes, damit hier ja auch keine Erwartungen erfüllt werden. Das Reichsgesetz vom 10 April 1933 benannte ihn als „Tag der nationalen Arbeit“. Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften in Deutschland gleichgeschaltet, die Gewerkschaftshäuser gestürmt und die Vermögen beschlagnahmt. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch das Gesetz über die Feiertage zu einem „nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ erklärt.
Nachdem zweiten Weltkrieg wurde der Feiertag im Jahr 1946 offiziell von der Alliierten bestätigt. Die Maikundgebungen durften jedoch nur eingeschränkt durchgeführt werden.

In Deutschland hat er erste Mai seit aufteilung des landes zwei bedeutungen erhalten.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Tag ein gesetzlicher Feiertag und in vereinzelten Orten auch als Tag der Arbeiter bekannt.
Die DDR feierte den Tag ähnlich wie weitere kommunistitische Länder, als „internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“.

Tag der „kantonalen“ Arbeit.

Vier Landesprachen, mehrere kulturen und keinen Einheitlichen Kalender. So kennt man die Schweiz wohl am besten.
Genau wie viele schwirgen Fragen in der Politik, so wird auch hier die Lösungssuche auf die Kanton verlegt. Jeder Kanton regelt hier denn ersten Mai anders.

  • Basel Land und Stadt, Jura, Neuenburg und Zürich feiern den ersten Mai als gesetzlicher Feiertag, der „Tag der Arbeit“. Er wird hier als Feiertag und Sonntag gleichgestellt.
  • Schaffhausen, Thurgau und Tessin ist es ein gesetzlich anerkannter kantonaler Ruhetag.
  • Solothurn macht wieder nur die hälfte richtig. Hier ist es ein gesetzlich anerkannter halber Feiertag.
  • Im Kanton Aargau ist er zwar nicht gesetzlich anerkannt, dennoch wird überwiegend höchstens bis Mittag gearbeitet. Aufgrund der bereits ausgeschöpften Feiertage sei eine Einführung des ersten Mai als Feiertag laut Regierung nicht möglich. Das ist auch ne gute ausrede, damit die Bürger mehr arbeiten.
  • Im Kanton Bern ist der 1. Mai ein Arbeitstag. Die Angestellten der Städte Biel und Bern haben einen freien Tag, alle Anderen im Kanton arbeiten normal. Die Stadt Bern wurde hier besonders erwähnt, damit die Bundesangestellten hier tortz der kantonsregelung freierhalten.
  • In den Gemeinden Hildisrieden (LU), Schüpfheim (LU) und Muotathal (SZ) wird der 1. Mai nicht als Tag der Arbeit begangen, er ist als Gedenktag des lokalen Schutzpatrons St. Sigismund aber trotzdem ein gesetzlicher Feiertag. In den übrigen Teilen der Kantone Luzern und Schwyz ist der 1. Mai ein regulärer Arbeitstag.

In den übrigen Kantonen und somit in der Mehrheit der Kantone ist der erste Mai kein Feiertag.

In Zürich findet am ersten Mai ebenfalls das jährliche steine werfen statt.

Tag der „keinen“ Arbeit

Nun auf was will dieser Beitrag eigendlich aus?
Keine Ahnung. Er wurde nun doch etwas ernster als gedacht. Ein Wortspiel zwischen „Tag der Arbeit“ und einem gesetzlichen Feiertag wird nun schwirig.

Trotzdem beleuchte ich hier die Oberfläche eines Kampfes der Arbeiter. Ein Kampf der bis heute anhält. Wir sollten für gesunde und faire Arbeitsbedinungen weiterkämpfen, bevor sich kapitalistische Grosskozerne weitere auf unseren Rücken bereichern möchten.
Der erste Mai ist nicht nur ein „Feiertag“ damit wir einen Tag frei haben, sondern ein Stück Geschichte einer mutigen Arbeiterbewegung.

Tortzdem lade ich hier niemanden ein „Steine“ zu werfen.

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